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jmstipe20- 02-19-2008
Brendan Hughes
An article about live and death of Brendan Hughes. The title is: "A life for a nation: Republican Hungerstriker Brendan Hughes Died" We'll see in which papers and on which homepages I will publish it. Ein Leben für eine Nation: Brendan Hughes, republikanischer Führer der Hungerstreiks, verstorben In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar starb ein Mann, der Irland und die Welt für immer verändert hat. Im Alter von nur 59 Jahren verlor die Irland einen seiner größten Söhne: Brendan Hughes, Führer der Hungerstreiks 1980. Brendan Hughes wurde 1948 in der Lower Falls in Belfast in eine ArbeiterInnenfamilie geboren. Sein Vater war Republikaner, genauso wie sein Großvater, der lange Jahre im Gefängnis verbrachte. Mit 21 trat er selbst der Republikanischen Bewegung bei. „Es war, als die Pogrome begannen, als Häuser niedergebrannt wurden, als die B-Specials schossen (…), und aus diesen Gründen wurde ich aktiv in der Bewegung“, schilderte Hughes seine Motivation. Er wurde durch seinen Cousin Charlie Mitglied der IRA. Charlie Hughes sollte 1971 erschossen werden. Als sich wenig später die Republikanische Bewegung in einen Provisional- und Official-Teil spaltete unterstütze Hughes die Provisionals. Rasch stieg er zu einem ihrer Führer auf, besorgte Waffen aus den USA, war ein wichtiger Militärstratege und war einer der meist gesuchten Personen der britischen Sicherheitsleute. Drei Jahre war er auf der Flucht, keine zwei Nächte schlief er am selben Ort, was ihm seinen Spitznamen „The Dark“ einbrachte. 1973 wurde er schließlich gefasst. Ein Treffen in der Falls Road, an dem unter anderem auch Gerry Adams und Tom Cahill teilnahmen, wurde von britischen Soldaten umstellt. Hughes wurde eine Pistole in den Mund gesteckt und der britische Offizier drückte ab – doch sie war nicht geladen. Danach riefen sie, dass ihn umbringen werden und danach auf die Straße werfen und sagen „es seien die Loyalisten gewesen“, erinnert sich Hughes. Brendan Hughes wurde in das Long Kesh Internierungslager gebracht. Sechs Monate blieb er interniert, ohne Anwalt, ohne Rechte und ohne Anklage. Hughes konnte flüchten, wurde in den Süden gebracht und erhielt dort eine neue Identität als Spielzeugverkäufer Arthur McAllister. Nach seiner Rückkehr nach Belfast wurde er abermals gefasst. 1977 kam er schließlich in den Trak, der aufgrund seiner Bauweise bekannt wurde: H-Block. Dort wurde er zum Sprecher der republikanischen Gefangenen gewählt. Diese Zeit sollte sein Leben und die Geschichte Irland für immer verändern. Im Gefängnis führte er den Protest für politischen Status für republikanische Gefangene. Er begann den Schmutzstreik, was bedeutete sich nicht mehr zu waschen und die Exkremente an die Wände der Gefängnisbaracken zu schmieren. Die Situation verschlechterte sich aber nichtsdestotrotz zusehends und es wurde im Herbst 1980 beschlossen, den ersten republikanischen Hungerstreik zu beginnen. Hughes wählte die Teilnehmer sorgfältig aus und trat mit fünf anderen in den Hungerstreik. Jeder sollte ein besetztes County repräsentieren, Hughes das Co. Antrim. Nach 53 Tagen fiel Sean McKenna ins Koma, er war nahe am verhungern, doch eine Einigung mit der neuen britischen Premierministerin Margret Thatcher war in Aussicht. Hughes erinnerte sich: „Der Arzt zu dieser Zeit, Dr. Ross, erklärte mir, dass Sean nur noch wenige Stunden zu leben hatte. (…) Ich dachte wir hätten einen Durchbruch erzielt. Ich konnte nur mehr schwer gehen, so halfen mir zwei Priester. Bobby war auch da, ich konnte nicht mehr lesen. Wir diskutieren das britische Dokument, danach sagte ich: ‚Füttert ihn!’“ Hughes musste im Krankenhaus bleiben. Davor hatte er sein Amt als Vertreter der republikanischen Gefangenen an Bobby Sands übergeben. Nachdem die Situation sich nicht verbesserte, leitete Sands die zweite Welle an Hungerstreiks ein. Sie sollten die Welt für immer ändern. 10 Gefangene lies Thatcher verhungern. Sands war der erste, zuvor wurde er zum Abgeordneten gewählt. Zehntausende nahmen an seinem Begräbnis teil. Das Tun von Hughes und Sands hatte dazu geführt, dass die Solidarität mit Irlands Freiheitskampf am Höhepunkt war. Doch Hughes blieb vom Hungerstreik schwer gezeichnet. Zwei Jahre später musste er sich einer Operation unterziehen, um nicht zu erblinden. 1986 wurde er schließlich nach zehn Jahren im Hochsicherheitstrakt entlassen. In den folgenden Jahren begann er immer offener die Politik der Führung von Provisional Sinn Féin um die Clique Adams-McGuiness zu kritisieren. Er lehnt die Politik der Anerkennung von Leinster House und Stormont ab. 1998 trat er entschieden gegen das Karfreitagsabkommen auf, das den Weg zur Machtteilung zwischen Loyalisten und ehemaligen Republikanern in den sechs Counties im Norden ebnete. Die Führung um Adams bezeichnete er als „Brigade in Armani-Anzügen“. Er betonte immer wieder, die nationale und soziale Frage sei noch nicht gelöst. Heute würden ehemalige Republikaner ihre Ideale verkaufen und Firmen in die Falls Road lassen, in denen nun ehemalige republikanische Gefangene zu Mindestlöhnen arbeiten müssen. Auch die nationalen und sozialen Kämpfe im Baskenland, Palästina, der Kampf gegen Apartheid in Südafrika oder der Krieg im Irak rückten immer weiter in sein Interesse. Sein halbes Leben lang litt Hughes an den Folgen der Gefangenschaft. Er hatte Augen- und Herzprobleme und litt unter Arthritis. Anfang Februar wurde er schwer krank in ein Krankenhaus eingeliefert. Am 16. Februar schlossen seine Augen für immer. Er hinterlässt ein Frau, zwei Kinder und ein großes Erbe. 2.000 Leute ehrten ihm bei seinem Begräbnis in Belfast am 19. Februar. Bei der Ansprache in der St. Peter’s Cathedral sagte der Pfarrer Smyth: „Mr. Hughes verließ das Gefängnis ohne Gepäck, nur mit den Kleidern an seinem Leib, aber er verließ es nicht mir leeren Händen. Er hatte Gepäck, dass niemand sehen konnte.“ Vol. Brendan Hughes weilt seit letzten Samstag nicht mehr unter uns, doch sein Verdienst für Irlands Freiheit, für die ArbeiterInnen und die gesamte Menschheit auf ein Leben in Würde und Freiheit werden auch noch Generationen nach ihm in Erinnerung behalten. Er wird immer ein Teil der republikanischen Familie bleiben. Ein Archiv mit Material zu Brendan Hughes wurde von der Zeitschrift The Blanket erstellt: http://lark.phoblacht.net/NewsNow/BH0208.html Dieter Blumenfeld, 19. Februar 2008

jmstipe20- 02-21-2008

C-IRA vowes to continue armed struggle: http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=4178&Itemid=248

jmstipe20- 02-21-2008

Article about Brendan Hughes: http://www.dieanderezeitung.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1721&Itemid=80 http://www.labournetaustria.at/iklass02.htm http://netzwerk-linke-opposition.org/57.0.html?&tx_ttnews=661&tx_ttnews=56&cHash=d30a8a6c53

jmstipe20- 03-18-2008
Translation: A Nation divided by Wealth from IRIS 139
Translation: A Nation divided by Wealth from IRIS 139 Irland: Soziale Spannungen spalten Nation Seit Mitte der 1990er Jahre preisen PolitikerInnen von Dublin über London, Brüssel bis Washington das „irische Wirtschaftswunder“, den keltischen Tiger. Seite wenigen Jahren geht der Wirtschaftsaufschwung aber rapide bergab. Immer deutlicher zeigen sich nun die krassen Folge: eine sich immer schneller verschärfende soziale Spannung innerhalb der Bevölkerung Irlands. Laut der Studie The Emerald Isle: The Wealth of Modern Ireland (dt. Die smaragdgrüne Insel. Der Wohlstand im modernen Irland) veröffentlicht von der National Irish Bank und zitiert von Vincent Brown in der Tageszeitung Irish Times am 13. Februar 2008, gibt es nun als neue Geldanlageform auf der grünen Insel einen Porsche-Club. Es finden sich derzeit zwischen 20 und 30 Porsche des Modells 911 im Land, deren Preis zwischen € 175.000,- und € 250.000,- liegt. Turbo-Modelle von Porsche kosten um die € 250.000,-. In der ersten Hälfte des Jahres 2007 wurden 5.700 BMW in den 26 Counties registriert. Jaguar erhöhte seinen Marktanteil um ein Drittel seit 2000. Gleichzeitig vergrößerte Mercedes seinen Marktanteil um die Hälfte. Weiters gibt es zwischen 40 und 50 Privatflugzeuge in den 26 Counties, 140 registrierte Helikopter im Privatbesitz und laut dem Irish Marine Institute 25.000 Freizeitboote. Bootsverkäufe machen einen jährlichen Umsatz von € 50 Millionen. Helikopterflugstunden kosten über € 20.000,-. Urlaube im Mittleren und Fernen Osten mit Non-Stop-Shopping, Designer-Malls und künstlichem Sonnenlicht boomen. Erwerbungen von Kunstgegenständen wachsen – mehr aus steuerlichen, als aus ästhetischen Gründen. Der Report erklärt weiters, dass sich das gesamte Haushaltsvermögen in den letzten fünf Jahren verdoppelte. Letztes Jahr veröffentlichte die Bank of Ireland einen ähnlichen Bericht mit dem Titel The Wealth of the Nation (Das Vermögen der Nation). Darin hieß es, dass 1% der Bevölkerung 20% des Reichtums kontrollieren, die reichsten 5% halten 40%, was bedeutet, dass die verbleibenden 60% der Bevölkerung über 95% des Reichtums verfügen. Wird jedoch der Wert an den Wohnhäusern abgezogen, besitzt das reichste Prozent bereits 34% des Vermögens. 2007 gab es 3.000 neue Millionäre. Von denen haben 30.000 ein Vermögen von über € 5 Millionen und 330 eines von über € 30 Millionen. Auf der anderen Seite der Medaille, so ein Bericht des Zentralen Statistikbüros des EU-Büros für Einkommen und Lebensstandards, leben 7% der Bevölkerung des Landes in permanenter Armut. Beinahe 300.000 Personen haben jährlich weniger als € 11.000,- zum Leben. 17% oder über 700.000 Menschen sind armutsgefährdet, das bedeutet, dass sie in einem Haushalt von zwei Erwachsenen und zwei Kindern mit jährlich € 27.000,- Haushaltseinkommen leben müssen. Die Ungleichheit in Lebensstil und Einkommen muss rasch ein zentraler Punkt der Politik werden. € 2.000,- für eine Flasche Wein zu bezahlen kann kaum gerechtfertigt werden, wenn zugleich Menschen in Schlafsäcken auf der Straße die Nacht verbringen müssen; wenn es 200 Betten in Entzugsanstalten für 5.000 Heroinabhängige gibt und Opfer von häuslicher Gewalt aus schützenden Heimen weggeschickt werden, weil diese überfüllt sind. Vincent Brown stellt daher die Frage: Ist es wirklich so, dass das System zusammenbricht, wenn es ein wenig Gleichheit in der Frage gibt, wie unser Vermögen und Geld verteilt wird? In seiner Kolumne vom 20. Februar behauptete Browne, dass in den 26 Counties jährlich 5.000 Menschen an den Folgen von Ungleichheit und Mangel sterben. Er zitierte aus einer Studie über Ungleichheit und Mortalität, dass die Todesrate an der Folge von Krebs in der höchsten sozialen Stufe 83,1 von 100.000 erkrankten, aber 185,2 bei der untersten sozialen Gruppe liege. Arme haben eine doppelt so hohe Mortalitätsrate wie Reiche.

jmstipe20- 03-19-2008

A german online paper published my translation of the IRIS article "A nation divided by wealth". You may find it here: http://netzwerk-linke-opposition.org/57.0.html?&tx_ttnews=860&tx_ttnews=56&cHash=9f31faebd9

Cael- 03-19-2008

Do you have a link to the origonal IRIS article - or post it up on the economics forum. Go raibh maith agat, a chara.

MacLiam73- 03-19-2008

You're doing great work, jmstipe20! Cael, I've posted the original for you in the economics forum.

Cael- 03-19-2008

Maith thú, a chara.

Cúchulainn- 03-21-2008

I have to hand it to you JM, you're doing some brilliant work here.

jmstipe20- 04-01-2008

92. Jahrestag des Dubliner Aufstandes: IRA feuert Schüsse bei Osterfeierlichkeit ab Letztes Wochenende begingen RepublikanerInnen auf der ganzen Welt den 92. Jahrestag des irischen Osteraufstandes. Im Zuge dessen wurde 1916 die irische Unabhängigkeitserklärung verlesen, unterzeichnet von der provisorischen Regierung Irlands. Alleine die republikanische Bewegung organisierte über 60 Veranstaltungen, um diesem Ereignis und den aktuellen politischen Gefangenen zu Gedenken. Von der Feierlichkeit am Edendork Friedhof in East Tyrone am Ostersonntag, organisiert von Republican Sinn Féin (RSF), wurde berichtet, dass zwei maskierte Volunteers erschienen. Einer verlas die Osternachricht von Óglaigh na hÉireann (Continuity IRA). Nachdem dieser die Stellungnahme beendete, wurden Schüsse in Erinnerung an die Kämpfe von 1916 und zu Ehren der derzeitigen republikanischen Gefangenen abgegeben. Danach verschwanden die beiden Volunteers von dem, von britischen Soldaten umstellten Friedhof. Es war dies das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass die C-IRA Schüsse abgegeben hat. Die C-IRA hat im Unterschied zur Provisional IRA den bewaffneten Kampf gegen die britische Armee nicht aufgegeben. Von den RepublikanerInnen wurde die Nachricht weltweit mit Freude aufgenommen. Außerhalb der 32 Counties gab es Feierlichkeiten in London, Glasgow und New York. Irish-Republican Correspondent, Ende März 2008

jmstipe20- 04-02-2008
Easter Message from the Leadership of the Republican Movem.
Stellungnahme der Führung der Republikanischen Bewegung Ostern 2008 Die Führung der Republikanischen Bewegung sendet an diesem 92. Jahrestag des Aufstandes von 1916 Ostergrüße an unsere Mitglieder, FreundInnen und UnterstützerInnen auf der ganzen Welt. Wir senden vor allem Grüße an unsere gefangenen GenossInnen in den beiden Gefägnissen Portlaoise und Maghaberry. Ebenso senden wir besonders Grüße an die Familien der Gefangenen und sehen, welche schwere Zeiten die Familien haben, während ihre Lieben im Gefängnis sitzen. In den letzten zwölf Monaten gab es wachsende Versuche von vielen in den unterschiedlichen politische, historischen und medialen Bereichen die Ansicht zu verbreiten, dass es eine Lösung für die irische Frage gäbe und einige würden sogar so weit gehen zu behaupten, die Bevölkerung der 26 Counties habe ihre Bürgerrechte und ihre Freiheit bereits 1922 erreicht, während die Bevölkerung der sechs besetzten Counties ihre Bürgerrechte und Freiheit 1998 bekommen hätte. Nichts könnte weiter weg von der Wahrheit sein. Solange es auch nur einen britischen Soldaten oder eine britische Basis in Irland gibt, ist der Kampf für irische Freiheit nicht zu Ende und seine Führung wird von dieser Haltung nicht abweichen. Wir haben in den letzten zwölf Monaten ebenso Versuche gesehen, die britische Herrschaft zu normalisieren und diese Normalisierungspolitik wurde von bestimmten Führern der katholischen Kirche, der Gaelic Athletic Association, allen Freistaatsparteien und Parteien nördlich der Grenze, der staatlich kontrollierten Medien und vielen anderen Lakaien des britischen Staates vorangetrieben. Die Führung verurteilt alle Bestrebungen dieser Elemente, der irischen Bevölkerung zu erzählen, sie soll die englische Herrschaft auch nur in irgendeinem Teil unserer Landes akzeptieren – und wir sagen zu ihnen, sie sollen sich schämen! Wir sind gewarnt und völlig bewusst vom bevorstehenden Besuch von Elisabeth Windsor, dem gekrönten Oberhaupt des englischen Staates, welcher einen Teil unseres Landes besetzt hält und wir rufen das gesamte irische Volk auf, sich gegen einen solchen Besuch zu erheben. Wir würdigen den Protest organisiert von Republican Sinn Féin bei solchen Besuchen und dem Protest, als das Nationalstadium im Croke Park für ein englisches Team und das Abspielen der englischen Nationalhymne missbraucht wurde. Wir applaudieren der Opposition gegen den Lissabon-Vertrag in der derzeitigen Referendumskampagne, als Teil der Verteidigung der Neutralität und Ablehnung der Teilnahme an imperialistischen Kriegen. Wir unterstützen die Bestrebungen zur Teilnahme an den kommenden lokalen Wahlen auf beiden Seiten der Grenze und wünschen allen KandidatInnen von Republican Sinn Féin eine erfolgreiche Wahlkampagne. Wahre RepublikanerInnen müssen noch immer unter den Erniedrigungen von RUC/PSNI in den besetzten Gebieten, aber auch genauso in den 26 Counties, leiden. Zugleich erfahren wir eine zunehmende Einschüchterung durch ehemalige FreundInnen während diese versuchen die Rolle der Verwaltung in bestimmten Teilen des Landes auszuüben. Wir bedauern diese Entwicklungen. Wir bedauern ebenso die Worte von Caoimhgín Ó Caoláin, der meinte, dass die Führung der Provos das Bollwerk gegen so genannte dissidente RepublikanerInnen sei. Wir wollen diese Leute erinnern, dass die einzigen dissidenten RepublikanerInnen jene sind, die den Weg des wahren Republikanismus verlassen haben und nun die Verwalter der englischen Herrschaft im Stormont-Parlament sind. Die Widersprüche der rivalisierenden Parteien in den sechs besetzten Counties, die zur Dezentralisierung von exekutiver und judikativer Macht führte, verheißt nichts Gutes, wenn es zur Frage des Umgang mit wahren RepublikanerInnen kommt, die weiter den Kampf für irische Unabhängigkeit führen – und dies auch in Zukunft machen werden. Die Geschichte zeigte uns schmerzlich, wenn solche Macht in die Hände jener kommt, die einmal selbst in den irischen Republikanismus involviert waren, nützen sie diese nicht nur um wahre RepublikanerInnen zu verhaften, sondern auch um sie zu exekutieren und sie im Hungerstreik sterben zu lassen. Wird sich Geschichte abermals wiederholen, diesmal mit den Provos als Akteure? Diese Ostern ist die Führung der Republikanischen Bewegung fest der Überzeugung, dass sie große Fortschritte in dem Wiederaufbau der Bewegung macht und in den Worten der Proklamation von 1916 „geduldig ihre Reihen schärft“. Wir sehen, dass die letzte Tat des Verrats der Führung der Provisionals bereits stattgefunden hat und wir rufen daher nochmals alle RepublikanerInnen auf, uns im Voranschreiten zur irischen Freiheit zu unterstützen. An Phoblacht Abú

jmstipe20- 04-03-2008
Easter Message from Cumann Na Saoirse Náisiúnta
Osterstellungnahme von Cumann Na Saoirse Náisiúnta 2008 Wir sind heute hier zusammen, um den 92. Jahrestag der Osterwoche von 1916 zu begehen. 92 Jahre sind vergangen, seit Padraig Pearse die Proklamation auf den Stiegen des Hauptpostamtes (GPO) in Dublin verlesen hat. Diese Worte von Pearse wurden mit kaum Interesse von den wenigen, die dort am Ostermontag vor 92 Jahren versammelt waren, aufgenommen. Erst nachdem der Aufstand niedergeschlagen und die Anführer ermordet worden waren, kamen die prophetischen Worte in die Herzen und Köpfe des irischen Volkes. Als das Land sich zu den Worten von Pearse erhob, leitete es die revolutionäre Periode von 1920-22 ein. Seit damals haben unzählige, tausende von Menschen die Worte der Proklamationsrede vernommen, aber wie viele haben sich die Worte wirklich zu Herzen genommen? Irische RepublikanerInnen geloben weiterhin ihre Loyalität zu der Gesamt-Irischen Republik, die mit Waffengewalt in der Osterwoche ausgerufen und zwei Jahre später durch eine demokratische Mehrheit des Volkes von Irland bei den Wahlen von 1918 errichtet worden ist. Wir sehen aber heute wie damals Menschen, die nur mit den Worten bei der Republik sind, aber ihre Taten sprechen eine andere Geschichte. Glücklicherweise haben wir leuchtende Vorbilder um dem wahren republikanischen Ideal zu folgen. Heute stehen wir am Grab von Joe Stynes, einem wahren, treuen irischen Republikaner. Joe ist einer von so vielen, die sich für ihr Ideal, anstatt persönlicher Erfolge entschieden haben. Mike Flannery, George Harrison, Tom Maguire und Dan Keating gaben alle ihr Leben für die unermessliche Aufgabe der irischen Freiheit. Die Liste dieser treuen RepublikanerInnen ist lang und charakteristisch, von Thomas Ashe während des Hungerstreiks 1917, zu Mickey Devine 1981, Sean Sabhat, Máire Drumm, Billy Reid, Mairéad Farrell and Dáithí Ó Conaill, alle von ihnen waren aktive PatriotInnen bis zum Schluss. Alle hatten dasselbe Ziel: Die Verbindung mit England zu brechen. Traurigerweise gibt es heute in Irland Osterfeierlichkeiten organisiert von denen, die nur ein eigenes Interesse haben. Sie werden sich auf die Namen von Pearse, Connolly und McDonagh berufen. Sie werden die taten von Lynch, Mac Curtain und O’Hanlon preisen. Aber ihre Worte klingen unglaubwürdig. Aber sie haben kein Interesse den Status quo zu überkommen. Sie haben kein Interesse die Teilung zu beenden. Sie haben kein Interesse die britische Herrschaft in Irland zu zerschlagen. Ihr Interesse ist sich selbst und ihren britischen Meistern zu dienen. Sie gehen denselben Weg, den auch schon Cosgrave und DeValera vor ihnen gegangen sind. Sie wiederholen die Empfindungen von Goulding und Jonston. Alle sind scheinheilig, die keinen Dienst der Republik leisten, die Pearse und sein GenossInnen vor 92 Jahren errichtet haben. Padraig Pearse stand nicht auf den Stufen des GPO und lud die MonarchInnen von England zu einem Besuch ein, noch drängte er irische Männer und Frauen sich den britischen Polizeikräften anzuschließen und die Besatzung seines Landes so zu verlängern. Nein, er rief das von Gott gegebene Recht des irischen Volkes auf uneingeschränkte Befugnis über sein nationales Schicksal selbst zu entscheiden an. Dieses Jahr ist auch der 150. Jahrestag der Gründung des Irisch Republican Brotherhood. Die Ideale und das Lebenswerk von solchen Personen wie John O’Mahony, James Fintan Lalor und James Stepehns inspirierten die Männer und Frauen der Osterwoche und sie inspirieren uns noch heute. Sie sahen die Unterschiede zwischen einem Bürger und einem Sklaven. Im Laufe diesen Jahres werden wir diesen zentralen historischen Jahrestag mit unserem Fenian Graves Project begehen. Wir laden alle, die diese Männer, Frauen und deren Arbeit ehren wollen, ein, sich uns anzuschließen und diese Bemühungen zu unterstützen. Wir werden ebenso weiterhin das Programm Éire Nua verbreiten und bewerben. In diesem Programm enthalten sind die Ideale des Fenianismus, Eigenständigkeit und eine aktive partizipierende Bürgerschaft. Ein politischer Kommentator sagte kürzlich über ÉIRE NUA: „Es ist eine Verbindung zurück zu Pearse’s souveränen Volk und dem demokratischen Programm des First Dáil.“ Dieses Visionäre irische Programm ist nichts weniger, als den irischen Republikanismus gewandelt in eine Formel für ein friedliches Neues Irland. 92 Jahre sind vergangen, seit die Gesamt-Irische Republik ausgerufen wurde. Lasst uns am End nicht nur Treue zu der Republik von Pearse und Connolly, sondern auch zu unserer Arbeit Ausdrücken: Unser Patriotismus wird nicht an Formel gemessen, in denen wir ihn erklären, sondern in der Arbeit die wir leisten.“ – Pearse

jmstipe20- 04-14-2008
Anti-Lisbon campaigners make case
Kampagne gegen Lissabon-Vertrag macht Fortschritte AktivistInnen stellen ihre Positionen vor AktivistInnen mehrerer Organisationen, die derzeit Kampagnen gegen den Lissabon-Vertrag betreiben, hatten am 8. April die Möglichkeit ihre Positionen dem Committee on European Affairs der Versammlung der 26-Counties dazulegen. Es wurde argumentiert, der Vertrag würde Arbeitsrecht unterminieren, einen „europäischen Superstaat“ mit starker militärischer Ausrichtung schaffen und die Interessenvertretung und Rolle kleiner Mitgliedsstaaten, wie den 26-Counties, einschränken. Kieran Allan, Mitglied der Socialist Workers Party und Herausgeber der Homepage voteno.ie, erklärte dem Komitee, er glaube, das politische Establishment würde die Debatte um den Lissabon-Vertrag nicht seriös nehmen. Er warf der Regierung der 26-Counties vor, eine Strategie zu verfolgen, die darauf abzielt den Text des Vertrages der Bevölkerung nicht ausreichend zugänglich zu machen. Weiters wurde von ihm betont, die Argumentation „Irlands Platz in Europa“ würde bei einer Ablehnung im Referendum Anfang Juni 2008, schwer beschädigt werden, sei Falschinformation. Es gäbe keinen Beweis, fügte er hinzu, dass ausländische Direktinvestitionen getroffen werden würden, falls „Irland“ (sic!) gegen den Vertrag stimme. Er äußerte ebenso Besorgnis, der Vertrag würde dem Arbeitsrecht schaden. Roger Cole von der Peace and Neutrality Alliance meinte vor dem Komitee, dass das irische Volk bei einem „No-Vote“ von den anderen <, die nicht abstimmen dürfen,> für die Ablehnung des „europäischen Superstaates“ gefeiert werden würde. Neutralität würde bereits jetzt schon aufgegeben werden, indem die Erlaubnis der USA gegeben werde, den Shannon-Airport für militärische Zwecke zu nützen. Der ehemalige Abgeordnete zum Europäischen Parlament der Grünen und Mitglied der Gruppe People’s Movement, die gegen den Vertrag ist, Patricia McKenna, erwähnte, der Lissabon-Vertrag werde einen „föderalen EU-Staat“ erschaffen. Irish Republican Information Service no 144/9. April 2008, www.saoirse.info

jmstipe20- 04-16-2008

Situation der republikanischen Gefangenen verschlechtert sich: Verweigerung der Nahrungsaufnahme als Antwort auf Einzelhaft! Am Ostersonntag traten die republikanischen, politischen Gefangenen im Maghaberry-Gefängnis in einen 48-stündigen Hungerstreik. Die Gefangenen trugen zu Ostern Lilien, um die gefallenen PatriotInnen Irlands zu ehren. Als Antwort auf diese Aktion wurden sie nach der Gefängnisordnung bestraft und wurden für 48 Stunden in Einzelhaft gesperrt. Während dieser Zeit verweigerten sie jede Nahrungsaufnahme. Der Pressesprecher von Republican Sinn Féin (RSF), Richard Walsh, erklärte: „Die Handlanger und Loyalisten können problemlos frei um das Maghaberry-Gefängnis herumschwirren und Symbole des britischen Imperialismus tragen, aber jeder, der es auch nur wagt, die Märtyrer seines Landes zu ehren, wird hart gepeinigt.“ Er sprach seine Achtung für die „Ehre und Disziplin der republikanischen Gefangenen in Maghaberry“ aus. Nachdem es in der nahen Vergangenheit bereits zehn Monate lang Proteste im Maghaberry-Gefängnis gegeben hat, haben die Angestellten der britische Regierung die Gefangenen nun wieder gezwungen zu protestieren. Walsh beendete seine Stellungnahme mit den Worten: „Wir verbeugen uns vor den Gefangenen in Maghaberry für ihren ungebrochenen Willen gegen ihre Unterdrückung und Kriminalisierung, aufgrund ihrer Überzeugung für ein freies Irland, anzukämpfen.“ Über zwei Wochen nach der Verweigerung der Nahrungsaufnahme hat sich die Situation der politischen Gefangenen nun weiter verschlechtert. Ein Sprecher von RSF und der Republican Prisoners’ Action Group berichtete von fortgesetzten Bestrafungen republikanischer Gefangener für das Tragen der Osterlilie. Er verurteilte die Vorgehensweise des Gefängnispersonals auf das Schärfste. Die republikanischen Gefangenen werden derzeit in Einzelhaft gehalten, jeder von ihnen für jeweils fünf Tage, so wurde berichtet. „Zwei bis drei Gefangene werden immer zu einer bestimmten Zeit bestraft. Wenn sie dann in die abgesonderten Einheiten zurückgelassen werden, erfährt eine weitere Gruppe von Gefangenen dieselbe Tortur.“ Den politischen Gefangenen in Irland wird das Tragen von Symbolen zu Ehren der ermordeten irischen Frauen und Männer der letzten Jahrhunderte verboten. Gleichzeitig tragen Mitglieder des britischen Könighauses faschistische Symbole, wie etwa vor einiger Zeit Prinz Harry eine faschistische Uniform aus dem Zweiten Weltkrieg mit Hakenkreuzbinde. Auch die loyalistischen Hardliner können problemlos Symbole wie „White Power“, „No Surrender“ oder das Hakenkreuz auf rot-weiß-blauem Untergrund auf den Straßen Belfasts hochhalten. „Es zeigt uns wieder auf ein Neues, dass die loyalistischen Gefangenen die Symbole des britischen Imperialismus tragen können. Dieser britische Imperialismus brachte das Blut von unzähligen Menschen, die für die Freiheit ihres Landes eingetreten waren. Und nun wird jeder nach der Gefängnisordnung bestraft, der es wagt, die heroischen Märtyrer Irlands zu ehren“, so Walsh. Die Osterlilie wurde von der Frauenorganisation Cumann na mBan im Jahr 1925 eingeführt, um all jene zu ehren, die für Irlands Freiheit starben. Die Einnahmen des Verkaufs der Lilien gehen als Spenden an die republikanischen Gefangenen und an andere Aktivitäten im Sinne des Republikanismus. Nähere Informationen zu den republikanischen Gefangenen: http://www.powstatusnow.net/ Irish Republican Correspondent, 13. April 2008

jmstipe20- 04-16-2008

http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=4393&Itemid=248

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